Berghütte

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie (IHHT)

Mittels IHHT macht man sich den gesundheitsfördernden Effekt von Höhentraining zu nutze ohne sich dabei körperlich betätigen zu müssen.

Das breite Indikationsfeld macht sie zum einem MUSS der allgemeinmedizinischen Praxis. 

Intervall-Hypoxie-Hyperoxie Therapie (IHHT)

 

Das Wirkprinzip der IHHT ist das Höhentraining. Es wird im Liegen im Wechsel sauerstoffreduzierte und sauerstoffreiche Luft über eine Maske zugeführt. Der Sauerstoffgehalt in der hypoxischen Phase beträgt 9-15% und entspricht einem Höhentrainig, wie wir es von Bergsteigern kennen. Durch diesen Reiz werden - neben vielen weiteren gesundheitsfördernden biochemischen Prozessen - vor allem beschädigte, nicht mehr funktionierende Mitochondrien abgebaut und gleichzeitig die Vermehrung neuer, gesunder Mitochondrien gefördert.

Das Prinzip

Mitochondrien sind die Energie-Kraftwerke der Zellen. Der menschliche Körper besteht aus 80 Billionen Zellen, die alle mit Mitochondrien ausgestattet sind, damit Energie für alle Reaktionen und Stoffwechselprozesse des Körpers geliefert werden kann.

 

Mitochondrien sind sehr sensibel auf äußere schädliche Reize. Der Alterungsprozesse, aber auch der ungesunde Lebensstil des 21.Jahrhunderts führen über die Kausalkette Umweltnoxe - oxidativer Stress - chronische Entzündung - zur sekundären Schädigung der Zellorganellen, der sogenannten Mitochondropathie.

 

Klinische Ausprägungen der Mitochondropathie können sein:

 

  • Vorzeitiges Altern

  • Erschöpfung/Müdigkeit

  • ALS

  • Demenz

  • Kardiovaskuläre Erkrankungen

  • Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS)

  • Diabetes

  • Autismus

  • Migräne

  • Morbus Parkinson

 

Neben der Regeneration von Mitochondrien ergaben Studien noch einige weitere gesundheitsfördernde Effekte des (nachgeahmten) Höhentrainings durch die IHHT.

 
Einige Studienergebnisse zur Wirkung der IHHT

 

  • Stimuliert den insulinunabhängigen Glukosetransport und Akkumulation von Glykogen in den sauerstoffsensitiven Zellen (Kardiomyozyten und Neuronen). Auf diese Weise wird die ständige intrazelluläre Energiereserve erhöht [Zhang, 1999; Mackenzie, 2009].

  • Der Aktivator für Protein-1 und HIFs wird hochreguliert. Dies sind die wichtigsten Proteine die für zahlreiche adaptive Mechanismen verantwortlich sind [Prabhakar, 2001; Kirova, 2014; Nanduri, 2015].

  • Entriegelt die Hochregulierung von Zytoglobinen (Myoglobin und Neuroglobin), die intrazelluläres O2 bilden und vor oxidativem Stress schützen [Li, 2006; Esteva, 2009] .

  • Stimuliert die Produktion von Erythropoetin (EPO) was vielfältige protektive und neuroregenerative Effekte hat [Brugniaux, 2011; Dale, 2013].

  • Stimuliert die Produktion von HSP70, einem Schlüsselprotein was sowohl die Verletzungsschwelle anhebt, als auch eine schnellere erfolgreiche Genesung nach der Verletzung bewirkt [Zhong, 2000; Sazontova, 2007; Yeh, 2010].

  • Führt zur Produktion von Wachstumshormonen, durch die vermehrte Produktion des insulin-like growth factors (IGF-1). [Xinghe, 2004; Wang, 2011].

  • Verbessert das antioxidative Schutzsystem und erhöht die Resistenz der Na+-K-+ ATPase vor oxidativem Stress [Steshenko, 2010; Mankovska, 2014].

  • Stimuliert die endotheliale NO-Produktion. Das führt zur Gefäßerweiterung, öffnet Reserve-Kapillare und beugt dem Ca2+-overload vor, was mehrere protektive und adaptive Effekte zur Folge hat [Manukhina, 2012].

  • Moduliert humorale und zellulläre Immunität [Serebrovskaya, 2011; Shi, 2015].

  • Stimuliert BDGF – brain-derived growth factor, und GDNF – glial cell-derived growth factor. Das bewirkt eine Neuroprotektion und stimuliert die Neuroregeneration [Wang, 2006].

  • Unterstützt die mitochondriale Biogenese und induziert die Selektion von nicht-mutierter mitochondrialer DNA (mtDNA) [Zhong, 2000; Rozova, 2012].

  • Die induzierten Veränderungen in den Mitochondrien verbessern die Verwertung von O2 und erhöhen dadurch die Effektivität der ATP-Produktion [Lukyanova, 2012].

  • Stimuliert die Aktivität von mesenchymalen und hämatopoetischen Stammzellen, die verantwortlich für Reparaturprozesse im Körper sind. [Serebrovskaya, 2011; Muscari, 2013; Lane, 2014; Miyamoto, 2015].
     

 

Somit ergibt sich ein breites Indikationsfeld der IHHT:

 

  • alle Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Zucker- und Fettstoffwechselstörungen

  • Asthma und COPD

  • Neurodegenerative Erkrankungen

  • Borreliose

  • Psychovegetative Störungen

  • Sympatho-vegetative Störungen

  • Augenerkrankungen

  • Sport- und Trainingssteuerung

  • Alle mitochondriale Störungen

  • Kinderwunsch (Fertilität 30%)

 

 

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